L68 Neheimer, Max
 24.07.1889 - 28.06.1927

פ''נ
Max Neheimer
geb. 24.7.1889
gest. 28.6.1927
תנצב''ה

[Auf dem Grab befindet sich eine lose Glasplatte für Curt Feibes. Eine verwandtschaftliche Verbindung ist nicht bekannt.]

aus: Gisela Möllenhoff / Rita Schlautmann-Overmeyer, Jüdische Familien in Münster 1918 – 1945. Teil I Biographisches Lexikon, Münster  ²2001

S. 317
NEHEIMER
Max    

24.7.1889 Siegen - 28.6.1927 MS
E: Hermann Neheimer (verstorben Siegen) u. Berta geb. Grüneberg, MS
G: Emma  ∞ Jacobs (lebte 1938 in den Niederlanden)
Kaufmann, Bankier (1924). Wohnte zunächst bei den Schwiegereltern, Syndikatgasse 4 (1919), dann Langenstr. 13 (1927). Nach seiner Heirat stieg er in das Geschäft seiner Frau, das ,Photographische Atelier Germania", Bahnhofstr. 2-4 (1921) ein. Von 1923 bis zum Konkurs 1926 führte er das ,Bankgeschäft Max Neheimer & Cie." Domplatz 37/38. Er verstarb mit 37 Jahren und wurde auf dem jüd. Friedhof in MS beerdigt.

 ∞ 10.5.1919 MS
EHEFRAU
Emma (Emmy) geb. Ruhr
5.10.1883 MS - Ghetto/KZ Riga
E: Martin Ruhr, Viehhändler, (21.8.1848 Sötenich/Schleiden - 26.7.1923 MS) u. Minna geb. Schürmann (26.9.1844 Scheidingen/Soest - 18.12.1933 MS))
G: Johanna (1.2.1876 MS - 7.1.1877 MS); Selma (29.4. 1877 MS - Ghetto/KZ Riga); Christina (Lilly) (5.2.1881 MS - 14.4.1923 MS)
Geschäftsinhaberin, ,Private" (1931). Am 15.12. 1915 übernahm sie als Inhaberin das ,Photographische Atelier Germania", Bahnhofstr. 2-4, das bis 1923 bestand. Sie wohnte bei ihrer Heirat 1919 in der elterlichen Wohnung Syndikatgasse 4 und im Jahre 1927 Langenstr. 13. Die Ehe blieb kinderlos. Nach dem Boykott jüd. Geschäfte übernahm sie am 1.4.1933 als Inhaberin das ,Spezialstrumpfgeschäft" ihrer Schwester Selma Ruhr Bahnhofstr. 2-4, das sie zuletzt in der Privatwohnung Südstr. 56 führte, und zum 31.12.1938 abmeldete. Seit dem 22.2.1938 lebte sie im Haus von à Jakob Mildenberg, Frie-Vendt-Str. 18. Verwandte ihres verstorbenen Mannes versuchten, ihr und ihrer Schwester Selma Ruhr einige Tage nach dem Novemberprogrom 1938 eine Einreiseerlaubis für die Niederlande zu verschaffen, die aber nicht genehmigt wurde. Im Frühjahr 1939 mußte sie im Rahmen der ,Edelmetallabgabe" gegen ein geringes Entgelt ihre Silbergegenstände abliefern. Am 13.12.1941 wurde sie zusammen mit ihrer Schwester von MS nach Riga deportiert und kam dort um.


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