R163 Wolfs-Oswald, Helene
 

Dem Gedächtnis
unserer Geschwister
Helene Wolfs-Oswald
Selma Markus-Oswald
Julius Oswald

 

aus: Gisela Möllenhoff / Rita Schlautmann-Overmeyer, Jüdische Familien in Münster 1918 – 1945. Teil I Biographisches Lexikon, Münster  ²2001

S. 508
WOLFFS
Helene geb. Oswald
29.3.1876 MS - KZ Treblinka
E: Levy Oswald (19.12.1840 Ibbenbüren - 8.4.1926 MS) u. Roosje/Rosalie geb. Cantor (19.12.1842 Ootmarsum/NL - 25.7.1889 MS)
G: Betty (15.10.1870 MS - 18.3.1958 Israel); Julius (* 27.4.1872 MS); Ida (15.6.1873 MS - 18.3.1874 MS); Ludwig (2.3.1875 MS - USA); Selma  ∞ Marcus (2.8.1877 MS - KZ Auschwitz); Johanna (10.02.1879 MS - 25.03.1879 MS); Alfred (6.3.1882 MS - 20.3.1970 Schweiz); Jenny (28.7.1884 MS - 24.8.1885 MS); Halbschwester: Therese Wolff geb. Moy (14.4.1863 Vreden - Ghetto Theresienstadt)

Wohnte zunächst im Elternhaus Jüdefelderstr. 51 und mußte lt. NS-Mietgesetz in die ,Judenhäuser" Breul 15 (1941) und Am Kanonengraben 4 ziehen. Am 31.7.1942 wurde sie von MS ins Ghetto There­sien­stadt deportiert und von dort zwei Monate später, am 23.9.1942, nach Treblinka verbracht, wo sie umkam.

S. 508
WOLFFS
Siegfried (Selig-Wolf)
8.8.1870 Aurich - KZ Treblinka
E: Wolf Selig Wolffs, Metzger, u. Eva geb. Abraham
Kaufmann, Geschäftsführer der Fa. Wolff (?). Lebte 1901 in Blumenthal bei Hannover und zog ca. 1925 nach MS. Er wohnte bei seiner Schwägerin Betty Oswald, Achtermannstr. 7 (1938) bzw. 13 (1925, 1939). Er war Inhaber eines Textilwarenhandels. Nach dem Novemberpogrom mußte er von seinen Ersparnissen leben, die sich durch die Zwangs­ab­gaben schnell dezimierten, so daß er am 1.11.1939 um Erlaß der fünften Rate der ,Juden­ver­mö­gens­ab­gabe" bat. Diesem Antrag wurde, obwohl er ,in sehr beschränkten Verhältnissen" lebte, nicht statt­ge­geben. Im Zuge der allgemeinen gesetzlichen Vorlage wurde am 13.11.1939 eine ,Siche­rungs­an­ord­nung" gegen ihn verhängt, obwohl keine Aus­wan­de­rungsabsicht vorlag. Nach Erlaß des NS-Miet­gesetzes wurde er in die ,Judenhäuser" Breul 15 (1941) und Am Kanonengraben 4 eingewiesen. Nach­dem er am 23.7.1942 einen ,Heim­ein­kaufs­vertrag" über 3.600 RM abgeschlossen hatte, wurde er am 31.7.1942 von MS nach Theresienstadt de­por­tiert, von dort mit seiner Frau ins Vernichtungslager Treblinka verbracht und ermordet.

∞ 6.5.1901 MS
EHEFRAU
Helene geb. Oswald
29.3.1876 MS - KZ Treblinka
... [siehe Textzitat oben] ...


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