R186 Hesselbarth, Rosa
 23.12.1889 - 24.11.1975

פ''נ
רבקח בת אברחם

[Rivka, die Tochter des Abraham]


Rosa Hesselbarth
geb. Levy
geb. 23.12.1889
gest. 24.11.1975

aus: Gisela Möllenhoff / Rita Schlautmann-Overmeyer, Jüdische Familien in Münster 1918 – 1945. Teil I Biographisches Lexikon, Münster  ²2001

S. 203-204
HESSELBARTH
Rosalie geb. Levy

23.12.1889 Hohenlimburg - 24.11.1975 MS
E: Abraham Levy, Anstreicher, (13.9.1854 Hohenlimburg - 1.8.1942 auf dem Transport ins Ghetto Theresienstadt) u. Marianne geb. Friesen (12.1.1852 Zissen - 29.4.1938 Iserlohn)
G: Julius (18.9.1881 - 28.5.1942, Freitod); Jenny ∞ Gumprich, Hagen, (9.9.1882 - KZ Majdanke); Johanna (verstorben 11.10.1889); Fritz (verstorben 16.6.1931); Erna (12.9.1887 - KZ verschollen); Selma (verstorben 14.5.1888); Margarete ∞ Baer, emigrierte in die USA
Sie zog nach ihrer Heirat 1925 von Hagen nach MS. Ihre Schwester Jenny war mit dem aus MS gebürtigen David Gumprich verheiratet. Rosalie H. wohnte 1937 Kanalstr. 46 und lebte mit dem Buchdrucker Albert H. in kinderloser "Mischehe". Sie wurde dadurch 1941/42 vor den Deportationen in ein Ghetto bzw. KZ bewahrt. Um 1944 einer Verhaftung oder Zwangsarbeit zu entgehen, hielt sie sich bei einer Schwester des Ehemannes in Kyritz/Brandenburg versteckt. Sie erhielt am 3.10. 1945 eine Reisebescheinigung der russischen Besatzungsbehörde, die ihr die Rückreise nach MS erleichterte. Aufgrund ihrer Anerkennung als rassisch Verfolgte erhielt sie nach dem Krieg Sonderhilfe. Sie wohnte 1949 Kanalstr. 91 und 1975 Südstr. 70. Ihr Grab befindet sich auf dem jüd. Friedhof in MS.

∞ 30.10.1925 Hohenlimburg
EHEMANN
Albert Hesselbarth (ev.)
27.3.1892 Langen/Ruppin - 2.5.1979 MS

 


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