R10 Elsberg, Paula
 09.06.1883 - 25.06.1893

Hier ruht
unsere innigstgeliebte
Tochter u. Schwester
Paula Elsberg
geb. 9. Juni 1883
gest. 25. Juni 1893
Sie ruhe in Frieden!

 

aus: Gisela Möllenhoff / Rita Schlautmann-Overmeyer, Jüdische Familien in Münster 1918 – 1945. Teil I Biographisches Lexikon, Münster  ²2001

S. 114
ELSBERG
Paula

9.6.1883 MS - 25.6.1894 MS

S. 114-115
ELSBERG
Adolf
8.7.1831 Iserlohn - 9.12.1912 MS
E: Abraham Elsberg, Kaufmann, u. Esther geb. Culp
Rentner (1880), Privatier. Er war mit ca. 50 Jahren erblindet. Nachdem er am 14.7.1879 von Lemgo nach MS gezogen war, erwarb er am 5.8.1880 für 28,50 M das Bürgerrecht der Stadt MS. Wohnte zunächst Schillerstr. 5, dann Ludgeristr. 69 (1883), Engelstr. 32 (1887), und ab 1888 im Eigenheim Schützenstr. 17. Sein Grab befindet sich auf dem jüd. Friedhof in MS.

EHEFRAU
Minna geb. Katz
9.7.1853 Verne/Salzkotten - 26.7.1925 MS
G: Eli (3.2.1852 Verne/Büren - 31.1.1935 MS)
Am 14.7.1879 zog sie von Lemgo mit ihrem Ehemann nach MS. Sie hatte fünf Kinder, von denen zwei im Säuglingsalter, eine Tochter mit 11 Jahren und eine mit 29 verstarben. Ein Sohn kam im KZ um. Ihr Bruder Eli Katz ließ sich einige Zeit später ebenfalls in MS nieder. Begraben wurde sie neben ihrem Ehemann auf dem jüd. Friedhof in MS.

KINDER
Emmy
6.5.1880 MS - 15.5.1880 MS

Rosalie
9.4.1881 MS - 21.12.1910 MS

Alfred
11.6.1882 MS - 11.7.1882 MS

Paula
9.6.1883 MS - 25.6.1894 MS

Albert
20.1.1888 MS - Ghetto Minsk
Kaufmann, Makler. Er wohnte zunächst im Elternhaus Schützenstr. 17, danach Wehrstr. 15a. Seit dem 1.10.1914 betrieb er eine Handelsagentur, Schützenstr. 17. Heiratete am 21.5.1916 in Essen Martha geb. Geldern (* 7.11.1889 Essen), die Tochter von Jacob Geldern und Rosa geb. Gottschalk. Das Ehepaar lebte noch bis zum 15.6.1918 in MS und zog dann nach Essen. Dort war Albert E. Gesellschafter der Fa. "J. Geldern", Hypotheken-, Immobilien- und Versicherungsgeschäft, die vermutlich sein Schwiegervater gegründet hatte. Die Tochter Rosa-Gertrud ∞ Kohn war am 26.2.1917 in MS geboren worden, die beiden anderen Kinder Margret ∞ Stark (* 10.5. 1920) und Alfred-Nathan (* 25.1.1923) kamen in Essen zur Welt. Albert E. wurde am 11.11.1942 zusammen mit seiner Frau und seinem Sohn von Essen deportiert, ihre Spur verliert sich im Ghetto Minsk. Sie wurden 1950 für tot erklärt.

 


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