L141 Lohn, Ida
 08.02.1849 - 28.11.1927

Alexander Lohn
geb. 4. Oktober 1840
gest. 12. März 1909
Ida Lohn
geb. Lindemeyer
geb. 8. Februar 1849
gest. 28. November 1927

aus: Gisela Möllenhoff / Rita Schlautmann-Overmeyer, Jüdische Familien in Münster 1918 – 1945. Teil I Biographisches Lexikon, Münster  ²2001

[Aufgrund der zeitlichen Begrenzung des Lexikons ist kein eigener Lexikoneintrag vorhanden. Unter folgendem Eintrag ist die Person genannt:]

S. 253
LEFFMANN
Leeser-Leo    
6.12.1857 MS - ca. 1903 Köln (?)
E: Moses (Salomon) Leffmann, Möbelhändler, (28.2. 1825 MS - 23.11.1900 MS) u. Sophie geb. Jordan (27.8. 1825 Hüsten - 18.1.1889 MS)
G: Sara ∞ Baehr (*4.4.1856 MS); Benni (23.3.1861 MS - 24.8.1938 MS); Abraham-Arthur (* 4.1.1863 MS); Levi-Ludwig (4.12.1864 MS - 1944 Wiesbaden ?); Eva ∞ Guthmann (22.7.1872 MS - 31.8.1953 Schweiz)
Fabrikant. Wohnte im Elternhaus Ludgeristr. 75 und verzog am 1.12.1886 nach Köln, wo er seither als Fabrikant tätig war.

∞ 29.7.1898 MS
Johanna geb. Lohn
5.9.1874 MS - ca. 1964 England
E: Alexander Lohn (4.10.1840 MS - 12.03.1909 MS) u. Ida geb. Lindemeyer (8.2.1849 - 28.11.1927)
G: Tony (29.2.1876 MS - 1.5.1876 MS); Emma (24.3.1877 MS - 5.5.1877 MS); Hermann (27.4.1878 MS - 21.5.1878 MS); Clara ∞ Löwenthal (*8.10.1882 MS)
Ihre Mutter war 1878 Rendantin des "Israelitischen Frauenvereins" MS. Von 1891 bis 1892 hielt sich Johanna L. vermutlich zur Ausbildung in Hannover auf. Nach ihrer Heirat im Jahre 1898, bei der sie im Elternhaus Schützenstr. 9 wohnte, verzog sie nach Köln, wo ihr Ehemann als Fabrikant tätig war und wo vermutlich auch die Söhne geboren wurden. Ihr Mann verstarb, bevor ihr Sohn Leo geboren worden war. Johanna L. lebte eine gewisse Zeit in Berlin und kehrte 1934 in ihre Heimatstadt MS zurück. Sie wohnte bei ihrer Nichte Louise Gumprich Grevener Str. 6. Seit September 1938 hielt sie sich zu Besuch bei ihrem in London lebenden Sohn Leo (?) auf; am 13.12.1938 registrierte das Einwohnermeldeamt den Wechsel ihres Wohnsitzes. In London erhielt sie im Dezember 1938 einen Fragebogen der Devisenstelle MS, in dem sie Stellung zu ihrer Rückkehr nach Deutschland beziehen sollte. Angesichts der Novemberereignisse gab sie die ausweichende Antwort "noch nicht". Daraufhin schloß die Behörde ihre Rückkehr aus und betrachtete sie devisenrechtlich als "Ausländerin". Ihr Guthaben wurde gesperrt und der Staat zog für die "Judenbuße" 25 % des Vermögens ein. Sie wurde von ihrem Sohn unterhalten und stand mit der Reichsbank wegen des Verkaufs ihrer ausländischen Wertpapiere in Verbindung.

KINDER
Ernst
* Köln (?)
Leo
* ca. 1903 Köln (?), lebte 1990 in England


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