L52 Steinberg, Julius
 19.03.1874 - 02.01.1935

Julius
Steinberg
geb. 19.3.1874
gest. 2.1.1935

 

aus: Gisela Möllenhoff / Rita Schlautmann-Overmeyer, Jüdische Familien in Münster 1918 – 1945. Teil I Biographisches Lexikon, Münster  ²2001

S. 429-430
STEINBERG
Julius    

19.3.1874 Sendenhorst - 2.1.1935 MS
E: Ephraim Steinberg (10.1.1841 Wolbeck - 24.8.1915 MS) u. Sara geb. Auerbach (29.12.1853 Ahlen - 7.10. 1900 Bonn)
G: Siegfried (16.6.1875 Sendenhorst - 27.3.1944 Ghetto Theresienstadt); Hermann (8.1.1877 Sendenhorst - 26.11.1938 Paderborn); Hugo (22.4.1878 Sendenhorst - 1928 Berlin ?); Selma (13.5.1880 Sendenhorst - 14.11. 1918 MS); Helene (22.5.1882 Sendenhorst - 3.11. 1941 MS); Dr. jur. Max (16.10.1883 Sendenhorst - 20.5. 1922 Godesberg)
Kaufmann, Unteroffizier. Ältestes der sieben Kinder des Fellhändlers Ephraim Steinberg. Er kam als Elfjähriger am 3.6.1885 von Sendenhorst nach MS und wurde Schüler des Paulinums. Er wohnte im väterlichen Eigentum Königsstr. 33 (1885), nach der Heirat Hammer Str. 30 (1917) und Warendorfer Str. 18. 1894 absolvierte er eine Ausbildung in Rheda. Im gleichen Jahr wurde er zum Militär eingezogen. Er übernahm 1914 zusammen mit seinem jüngeren Bruder Siegfried die Metzgereibedarfsartikel-, Häute- und Fellhandlung des Vaters. Der Geschäftsbetrieb befand sich Königsstr. 33, das Lager Am Mittelhafen 38. 1917 heiratete er und verstarb Anfang 1935 nach kurzer Krankheit. Sein Grab befindet sich auf dem jüd. Friedhof in MS. Nach seinem Tode führte seine nichtjüd. Ehefrau zusammen mit seinem Bruder Siegfried den Betrieb weiter. Unter steigendem Druck nach Mitte 1935 wurde die Firma am 1.2.1936 auf ihren Namen überschrieben, am 8.8. 1938 abgemeldet und der Besitz verkauft.

 


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